In hochkomplexen IT-Projekten ist das größte Risiko selten technischer Natur – es ist die mangelnde Entscheidungsfähigkeit oder politische Dynamiken bis hinauf zur Geschäftsführungs- und Vorstandsebene. Wenn die „Statik der Führung“ wackelt, geraten selbst beste Konzepte ins Stocken.
Ich unterstütze IT-Beratungshäuser und ihre Mandanten dabei, Führungsblockaden an der Spitze sichtbar zu machen und aufzulösen – diskret, außerhalb des operativen Projektgeschäfts.
Mein Ansatz fungiert als Investitionsschutz: Ich sorge dafür, dass die bereits aufgewendeten Mittel für Ihre IT-Strategie ihre volle Wirkung entfalten können.
Es geht um die Identifikation von Sollbruchstellen zwischen einem tragfähigen IT-Konzept und dem tatsächlichen Führungshandeln auf Geschäftsführungs- und Vorstandsebene. Oft sind es nicht technische Hürden, die ein Projekt lähmen, sondern ungeklärte Dynamiken an der Spitze:
Praxisbeispiel 1:
Widersprüchliche Zielvorstellungen auf Kundenseite
SITUATION
Ein internationales IT-Beratungshaus begleitet die digitale Transformation eines mittelständischen Industrieunternehmens. Das Konzept ist solide, das Team erfahren. Dennoch werden zentrale
Freigaben im Lenkungsausschuss seit Monaten vertagt – ohne nachvollziehbare fachliche Begründung.
DIAGNOSE
Nach zwei Sitzungen als strategischer Beobachter wird sichtbar: Zwei Vorstandsmitglieder verfolgen grundlegend unterschiedliche Vorstellungen über den Stellenwert der IT-Transformation im
Gesamtunternehmen. Keiner von beiden benennt den Konflikt. Stattdessen wird er in Detaildiskussionen über Architektur und Budget versteckt. Das IT-Beratungsteam diskutiert auf der falschen Ebene.
ERGEBNIS
In einer vertraulichen Spiegelung mit der Geschäftsführung wird der eigentliche Zielkonflikt erstmals explizit benannt. Innerhalb von drei Wochen einigt sich der Vorstand auf eine klare
Priorisierung. Der Lenkungsausschuss trifft in der nächsten Sitzung vier Entscheidungen, die zuvor monatelang offen geblieben waren.
Praxisbeispiel 2:
Problematische Verantwortlichkeiten auf Kundenseite
SITUATION
Ein IT-Beratungshaus stellt fest, dass sein Projektteam trotz exzellenter Arbeit zunehmend in politische Dynamiken hineingezogen wird. Führungskräfte auf Kundenseite signalisieren Zustimmung –
handeln aber nicht danach. Die Projektleiterin formuliert es intern so: "Wir reden über Technik, aber das Problem sitzt woanders."
DIAGNOSE
Die Beobachtung von zwei Führungsbesprechungen auf Kundenseite macht sichtbar: Die Verantwortung für die Operationalisierung der IT-Strategie ist zwischen Geschäftsführung und Bereichsleitungen
nie klar geregelt worden. Jede Ebene wartet auf die andere. Der "diffuse Widerstand", den das Projektteam spürt, hat eine konkrete strukturelle Ursache.
ERGEBNIS
Die Klärung der Führungsstatik auf Geschäftsführungsebene entlastet das Projektteam innerhalb weniger Wochen spürbar. Die Bereichsleitungen erhalten klare Mandate. Das Projekt kommt wieder in den Takt – ohne dass das IT-Beratungshaus seinen Auftrag neu verhandeln musste.
Bei einzelnen Mandaten kann es sinnvoll sein, den beschriebenen Beitrag gezielt zu vertiefen. Dies erfolgt stets außerhalb des operativen Projektgeschäfts und ohne Überschneidung mit der Fach- oder Change-Beratung.
Mögliche Ansatzpunkte sind:
Ziel ist auch hier die Sicherstellung von Entscheidungsfähigkeit auf Führungsebene – als Voraussetzung dafür, dass die Leistungen der IT-Beratung ihre volle Wirkung entfalten können.
